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11.07.2008  –  Studienreise nach Siebenbürgen - neuer Beitrag

Obereidischer Studienfahrt wieder ein voller Erfolg

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Nach drei Jahren veranstaltete der Verein der Obereidischer wieder eine 9-tägige Studienfahrt nach Siebenbürgen. 40 Teilnehmer aus USA, Kanada, Österreich und Deutschland machten sich auch diesmal auf den weiten Weg „in die alte Heimat“. Als Ziele auf dem Weg nach Obereidisch wurden Budapest, Hermannstadt (Sibiu) und Schäßburg angesteuert. Die Reisegruppe hielt sich dann drei Tage in Obereidisch auf. Diese Tage waren ausgefüllt mit einem reichhaltigen Programm. Die evangelische Kirchengemeinde bewirtete die Besucher mit einem reichhaltigen Abendessen. Dazu spielten die Welauer Zigeuner. Bürgermeister Joachim Wersal war ebenfalls angereist um mit seinem Amtskollegen Cornea Emanoil die Partnerschaft Hemhofen - Obereidisch zu vertiefen und das deutsche Ortschild in Obereidisch anzubringen. In der neu renovierten Kirche hielt der obereidische Pfarrer Zóran Kézdi im überfüllten Gotteshaus einen Gottessdienst mit Abendmahl ab.

Die erste Etappe der Reise ging über Wien nach Budapest, wo man übernachtete. Am 2. Tag fuhr der Bus über Arad nach Hermannstadt. Der nächste Tag begann mit einer zweistündigen Stadtführung, hier erfuhren die Teilnehmer die Geschichte von Hermannstadt. Sie gewannen einen tiefen Einblick in die historische Entwicklung der Ober- und Unterstadt, der Stadtmauer- ihren Zunfttürmen und über den Bildungshunger der wenigen deutschsprachigen und rumänischen Schüler. Als Weltkulturstadt hat Hermannstadt vieles zu bieten, Kirchen; Museen, Philharmonie und auch ein deutschsprachiges Gymnasium, an dem 95% der Schüler rumänischer Abstammung sind und deutsch lernen. Die prachtvollen Einkaufsstraßen, Cafes und Restaurants laden zum verweilen ein. Im Anschluss daran fuhr die Gruppe weiter nach Schäßburg. Nach einem kurzen Aufenthalt hier ging es dann weiter nach Neumarkt (Tirgu-Mures). Dies war für die nächsten vier Tage der Ausgangspunkt für alle folgenden Aktivitäten.
Am Freitag erreichte die Gruppe das eigentliche Ziel ihrer Reise, Obereidisch. Sie wurden schon sehnsüchtig erwartet. Die Frauen der evangelischen Kirchengemeinde hatten den alten Saal der Kirchengemeinde geschmückt, um die Gäste zu empfangen. Nach dem Mittagessen, das liebevoll von dem Team der Pension Marianne aus Niedereidisch kulinarisch aufgetischt wurde, begrüßten wir den Bürgermeister Joachim Wersal aus Hemhofen. In seiner Begrüßungsansprache unterstrich er nochmals die Verbundenheit zwischen Hemhofen und Obereidisch. Er würdigte ebenfalls die enorme Leistung, die hier in den letzten Jahren sowohl von dem Verein als auch von den Bürgen erbracht wurde. Sein Amtskollege Cornea Emanoil hieß seinen Gast herzlich willkommen und unterstrich ebenfalls die Verbundenheit beider Gemeinden. Anschließend wurde die Verbindung durch das Anbringen des Ortsschildes in deutscher Sprache dokumentiert. Erster Vorsitzender Wolfgang Emrich hatte in Eigeninitiative die beiden Schilder gestaltet und fertigen lassen. Beide Bürgermeister beteiligten sich beim Anbringen der Schilder tatkräftig. Am Abend ging es dann zum gemütlichen Teil über. Nach dem gemeinsamen Abendessen spielten die Welauer Zigeuner zum Tanz auf. Bis in die späten Stunden wurde der raue Betonboden von den Tanzschuhen strapaziert. Der absolute Höhepunkt der Reise war für alle der Sonntag. Pfarrer Zóran Kézdi feierte der neu renovierten Kirche einen Gottesdienst mit Abendmahl. Das Gotteshaus war bis auf den letzten Platz gefüllt. Einige Kirchgänger mussten sich sogar mit Stehplätzen begnügen.
An diesem Sonntag fand auch der traditionelle Jahrmarkt in der Nachbargemeinde Wetsch (Brankovenesti) statt.
Als der Busfahrer Günter Leprich, der ebenfalls aus Obereidisch stammt, mit dem Reisebus Obereidisch langsam verließ, läuteten vom baufälligen Kirchenturm die Glocken zum Abschied. Etliche Reisende zogen das Taschentuch voller Wehmut und warfen einen letzten Blick zurück auf die „alte Heimatgemeinde“. Am nächsten Tag ging es weiter mit einem Aufenthalt und Stadtbesichtigung in Budapest. Der nächste Tag führte uns dann nach Hause. Erster Vorsitzender Wolfgang Emrich verabschiedete alle Reisenden aus Nah und Fern, bedanke sich für den reibungslosen Ablauf und wies gleichzeitig auf das nächste Obereidischer Treffen am 04.07.09 in Hemhofen hin. Ganz besonders bedanke er sich nochmals bei der Reiseleitung Herrn Günter Leprich für die gute Organisation und sichere Busfahrt.






Bilder von der Studienreise

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Abschlussfoto in Budapest

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